Nodalpunkt Adapter für weniger als 50 € – Tutorial

Hallo liebe Besucher.

Seit einiger Zeit suche ich nach einem „günstigen“ aber stabilen Nodalpunkt Adapter. Zumindest ein einzeiliger sollte her, da ich bei den ersten Gehversuchen mit der Panorama Fotografie doch immer wieder an perspektivischen Verzerrungen gescheitert bin. Nun kann ich Euch eine Eigenbaulösung für unter 50 € vorstellen.

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Das ganze Teil ist erstaunlich stabil. Eine 2 Kg DSLR Kombination ist kein Problem. Selbst die 2,5 Kg der D800+70.200/2,8 sind weniger ein Problem für den Adapter. Nur mein Stativ wird dann etwas wackelig. Er kostet unter 50 € und sollte (entsprechendes Know How und Werkzeug vorausgesetzt), in einer halben Stunde montiert sein.

Benötigte Teile:

  • Einen 4-Wege Einstellschlitten aus einem bekannte Auktionshaus. Das Teil ist für den Preis von unter 30€ erstaunlich stabil und präzise. (Suche nach „Einstellschlit​ten Makroschlitten Stereoschlitte​n 4 Way Macro Rail Slider LF92“)
  • Ein Stück Aluminium L-Profil 100x100x6mm, 50mm lang von einem Händler der Metall und Kunststoff „Pro Kilo“ verkauft. Knapp 10 € inkl. Versand. Vor Ort gekauft rund 3€.
  • Kleinteile: M5x30 Senkkopf Schraube, M5 Mutter, U-Scheiben und Federring, sowie selbstklebendes Moosgummi aus dem Baumarkt. < 5€

Die Montage ist sehr simpel.

  1. Ich habe den oberen Schlitten gedreht, damit die Kamera für längere Objektive weiter nach hinten kommt. Dazu entweder die seitlichen Schrauben lösen und den Schlitten rausfahren oder die Montageplatte abschrauben und drehen. Die Mitgelieferte Stativ Schraube habe ich entfernt und später in den Winkel eingebaut.
  2. In den Alu Winkel habe ich in den unteren Flansch mittig ein Loch gebohrt, die M5 Schraube eingesenkt und auf der Montageplatte festgeschraubt. Durch das Gummi auf der Platte verdreht sich da nichts, so dass eine Schraube völlig ausreichend ist. Die Schraube könnte etwas kürzer sein, stört aber nicht und ich hatte gerade keine andere zur Hand und musste eine M5x50 nehmen.
  3. Für die Befestigungsschraube der Kamera habe ich die Position des Lochs ausgemessen. Die Kamera liegt unten mit der Öse für den Trageriemen auf dem Winkel auf. Das wäre angesichts von massivem 6mm Alu unnötig, macht die Montage der Kamera aber einfacher. Wenn man mehrere Kameras hat kann man (wenn nötig) entweder mehrere Löcher bohren oder ein Lang-Loch fräsen. Letzteres ist aber recht aufwändig und nicht in jeder Heimwerker Werkstatt zu machen. Da ich auch keinen zölligen Gewindeschneider zur Hand hatte habe ich das Loch von beiden Seite (vor allem von innen) so tief angesenkt, dass ich den halbe Gewindegang mit der Schraube selbst ins Alu drehen konnte. Theoretisch würde die Schraube auch vom Moosgummi gehalten, wenn man keinen Senker zur Hand hätte und das Loch einfach größer bohrt.
  4. Noch schnell die Kanten gebrochen und die Innenseiten mit 2mm Moosgummi beklebt und fertig.

 

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Viel Spaß beim Nachbauen!

Andreas

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